Auf dem Campingplatz in Drumheller waren neben uns am ersten
Tag vielleicht noch 5 andere Stellplätze belegt. Da es ungefähr hundert gab,
wirkte der Platz sehr, sehr leer. Auf dem Plan, auf dem man sich seinen Platz
aussucht, haben wir uns bewusst für einen Platz neben einem bereits belegten
entschieden. Dort campierten ein Vater mit seinem ca. 6 Jahre alten Jungen
(Darren). Die waren schon ‘n süßes Team. Der Junge kam ständig zu uns rüber
gelaufen und wollte uns alles Mögliche erzählen, was so in seinem Kopf vor sich
geht. Terry Pratchet hätte sich ‘ne Scheibe von ihm abschneiden können – eine
blühende Fantasie.
Das Wetter war mäßig, als wir ankamen. Es war trocken, aber
kalt. Draußen ohne Jacke rumzulaufen war eigentlich undenkbar. Am Abend unserer
Ankunft haben wir noch gekocht und ein wenig Karten gespielt. Viel Schlaf
lassen einem die kalten Nächte nicht. In den Morgenstunden ist es so zwischen 4
- 8 Uhr am kältesten. Die wärmste Zeit ist abends gegen 17-18 Uhr.
Dennoch ist Linus morgens kurz vor Sonnenaufgang wieder
aufgewacht. Der Körper kühlt einfach zu schnell aus. Auch wenn aus der ersten
Nacht gelernt wurde und man direkt im Jogger, Strickjacke und Mütze steckte,
sich in zwei Decken einhüllte, waren die Minusgrade erbarmungslos.
Am nächsten Morgen sind Vater und Sohn wieder aufgebrochen
und wir zwei haben versucht, das Beste aus der Frische zu machen. Zumindest
wollten wir draußen sein, wenn es schon nicht regnete oder schneite. Also haben
wir uns zur Touristeninformation aufgemacht – Drumheller soll schließlich
unglaubliche Dinosaurierattraktionen haben!
Dort angekommen, haben wir erstmal den unrealistisch großen
Saurier gesehen. Sollte wahrscheinlich ein Tyrannosaurus Rex sein, aber das
passte alles hinten und vorne nicht.
In der Information waren alle gewohnt freundlich zu uns. Die
Dame hinter ihrem Schalter drückte uns Karten in die Hand, eine unter anderem
von Alberta – die hatten wir noch nicht. Exakt dieselbe Karte hätte uns in der
Buchhandlung 8€ gekostet. Außerdem zeichnete sie uns Wege zu möglichen
Attraktionen in unserer Ortskarte ein. Die meisten Dinge waren immer noch
einige Kilometer weit entfernt und zogen sich durch den gesamten Canyon. Mit
den Rädern gut zu erreichen eigentlich, wenn das Wetter mitspielen würde. Tat es
aber nicht.
Als wir nach draußen kamen, regnete es. Wir entschieden uns
also dazu, ein paar Bierchen zu kaufen und einen Zelttag zu machen. Als wir
zurück zu unserem Zelt kamen, stellten wir fest, dass wir einen neuen Nachbarn
bekommen hatten.
Schnell wurde der Kontakt hergestellt. Bernie ist eine
freundliche Version eines Bären in Menschengestalt. Er selbst ist begeisterter
Camper, der diesem Hobby gerne das ganze Jahr über nachgeht. Er hat einen Ofen
in seinem Zelt, weshalb er auch bei minus 30 Grad draußen nächtigen kann.
Bernie schien auch bestens ausgestattet, mit der großen Plane über Tisch und
Stuhl, die den Regen in seine Bahnen lenkte, weg von der gemütlichen
Feuerstelle. Bernie lebt in Edmonton und bereist von dort aus das Umland und
hat in den letzten Jahren viele Erfahrungen in der Wildnis gemacht, die er
großzügig mit uns geteilt hat. Viele der Informationen, die Bernie uns gab,
sind uns bis heute äußerst wichtig erschienen und haben sich auch schon als
nützlich erwiesen. Er teilte uns mit, dass es in den Bergen viele Quellen gibt,
von denen man sich Wasser abschöpfen kann, um auf Nummer sicher zu gehen, am
besten mit einem Wasserfilter. Dadurch würden wir uns Literweise Wassergepäck
sparen – viele Kilos, die wir nicht tragen müssen.
Er war sehr interessiert an unserer Reise und lud uns am
Abend zu sich ans Feuer ein.
Wir verbrachten den Tag also damit, noch einige Besorgungen
zu machen. Linus brauchte noch regenfeste Klamotten, Sven brauchte ein
funktionierendes Tachometer. Außerdem wollten wir ordentlich Essen kochen und
brauchten dafür noch Verpflegung. Da wir immer mit den Leuten sprachen - vor
allem dem Wetterbericht ist hier nicht zu trauen („You dont like the weather in
Alberta? Wait 5 minutes!“) - planten wir eine weitere Nacht in Drumheller ein.
An unserem vorgesehenen Abfahrtstag sollte es schneien...
Neben unseren Pflichtbesorgungen kauften wir uns außerdem
noch eine Frisbee.
Am Abend haben wir uns dann mit Bernie an sein Feuer gesetzt
und uns prächtig unterhalten.
Er ist tatsächlich etwas in der Art eines Survival Experten,
einfach durch seine eigene Lebensbeschäftigung. Er klärte uns viel über die
Gegend auf, durch die wir fahren werden, schaute sich nahezu im hundert Meter
Maßstab auf gmaps genau an, wo wir lang kommen werden, erklärte uns nochmal aus
erster Hand, wie er mit Bären umgeht, was wir sehr interessant fanden. Denn die
meisten Leute, die Tipps geben, haben die halt von Youtube, Büchern und anderen
Erzählungen, nicht aus eigener Erfahrung. Er selbst hat seinen Blechbecher beim
Hiken an den Körper geschnallt und darin seinen Löffel der unentwegt klappert:
„Ihr werdet sie nicht sehen“. Wirkte sehr entspannt dabei und war eigentlich
mehr bei anderen Themen: Wie cool das alles ist.
Im Laufe des Abends ging es aber auch um persönliche Dinge.
Er zockt gerne, Musik ist er auch gut dabei, Reisen und teilweise auch
politisch anregende Gespräche. Und auch er konnte sich die Frage nicht
verkneifen „Warum durch Kanada? Warum hier und warum jetzt?“, was uns beiden
immer wieder ein Lächeln entlockt.
Linus:
Wie er da stand, sein Gesicht auf sein Handy gerichtet,
breit grinsend und jedes Wischen mit seinem Finger über das Display wurde
begleitet von einem: „Awesome“ , „Amazing“, „this is hardcore“.
Bernie schien diese ganze Tour mehr zu feiern, als ich es
selbst tat. Dieser Typ hat in diesen Momenten etwas in mir entfacht. Dieser
Umgang mit unserer Situation war so begeisterungsfähig.
Das Ganze hat mich an eine Situation erinnert, die Jahre
zurück liegt. Damals hab ich im Behindertenwohnheim gearbeitet und einer der
Bewohner hat mir damals vom Einkaufen einen Joghurt mitgebracht. Ich habe mich
natürlich darüber gefreut und ihm das auch mitgeteilt. Er allerdings war so
unglaublich fröhlich, hat den ganzen Tag von nichts anderem geredet, nur
darüber, wie er mir den Joghurt mitbrachte und ich mich darüber gefreut habe.
Und meine Freude hat ihn noch zu viel größerer Freude veranlasst.
Dieses absolute Glücklichsein, ausgelöst durch das Glück
Anderer und so unglaublich erschlagend ehrlich, dass man nur noch zum
Beobachter des Moments wird. Und das von einem Menschen, der auf einen
steinigen Weg zurückblicken konnte.
Ich erinnere mich, dass mich das damals schon sehr
bewegte und mich zum Nachdenken anregte: Von dieser Eigenschaft wollte ich
mehr.
Ich habe diese Situation fast vergessen und jetzt, acht
Jahre später erinnert mich dieser fremde Mensch daran. All seine Bewunderung
für uns, für unsere Reise, für die Zeit, die wir haben werden, hat mich
unglaublich fasziniert und glücklich gemacht. So unfassbar ehrlich, wie ich es
nur von einem Freund erwarten würde. Es war ein wunderschöner Abend und ich
werde ihn wohl so schnell nicht vergessen, denn eines weiß ich seither ganz
genau: Diese Reise wird der Wahnsinn!!
Sven:
Begegnungen mit Menschen, von deren Existenz man vor ein
paar Stunden nichts wusste, die den Blickwinkel auf die eigene Reise maßgeblich
ändern, sind für mich unglaublich wertvoll. Sie führen dazu, dass ich das, was
für die nächste Zeit mein Alltag ist, mit anderen Gedanken und Gefühlen
wahrnehme, was das Reiseerlebnis unglaublich bereichert. Gerade, wenn es eine
so positive als auch unerwartete Bereicherung ist.
Ich hatte nicht erwartet, dass sich meine Begeisterung
für diese Tour noch steigern ließe, doch Bernie hat da ganze Arbeit geleistet.
Wir sind unglaublich schnell ins Gespräch gekommen und haben Stück für Stück
die Dimensionen von Bernies Campingbegeisterung begriffen. Und wenn so ein
Outdoortyp sich dermaßen für deine Tour begeistert, über die möglichen Routen fachsimpelt,
Höhenmeter abwägt und unterschiedliche Szenarien in „Hardcore“ und „More
Hardcore“ einteilt, dann puscht einen das doch ziemlich.
Das diese Tour absolut abgefahren ist, stand für mich die
ganze Zeit fest, positive Gedanken haben da bei mir immer Vorrang. Bernies
Schwärmerei von den Rockies, den Wäldern British Columbias, von Flüssen und
Bächen, totaler Einsamkeit und der Rauhheit der Pazifikküste haben meine
Vorfreude auf die kommenden zwei Monate enorm befeuert und bisher hat sie auch
noch nicht nachgelassen, wahrscheinlich werde ich sie die ganze Reise haben.
Die kommenden Nächte, die wir in Drumheller verbrachten,
waren tatsächlich alle furchtbar kalt. Wie von den Anwohnern vorhergesagt,
schneite es auch noch.
| Schnee zum Frühstück |
| Eis zum Frühstück |
Wir haben die Tage zu Zelttagen erklärt, spielten aber
auch im Schnee Karten, tanzten und hörten viel Musik. Und immer wieder sind wir
im Plausch mit Bernie versunken, der so wie wir das ganze Wochenende auf dem
Campingplatz verbrachte. Von Drumheller haben wir leider wenig gesehen. Zum einen
nicht, da wir außerhalb der Saison anreisten und einige Läden noch geschlossen
hatten und zum anderen aufgrund des miserablen Wetters. Tatsächlich hat eine
Dame auch höchst schockiert reagiert, als wir ihr erzählten, dass wir in
Drumheller nicht im Museum gewesen sind. „Ihr wart in Drumheller? Aber nicht im
Museum? Warum seid ihr nach Drumheller gekommen?“
Kann man nichts machen.
Dafür hat man uns an den kalten Tagen drinnen im Office
sitzen lassen, damit wir schreiben und unsere Geräte aufladen konnten.
Die ruhigen Tage in Drumheller taten aber auch gut. Wir sind
mit viel Energie von dem Campingplatz aufgebrochen und waren beide gut
motiviert, um möglichst viel Strecke zu machen.
Unser erstes Ziel war der „Horse Thief Canyon“. Zumindest
eine Sehenswürdigkeit aus Drumheller wollten wir mitnehmen. Da Drumheller im
Tal eines Canyons lag und wir auf der Nordseite herausfahren wollten, lag der
Horse Thief Canyon auf unserem Weg. Auch wenn der Wind noch immer sehr kalt
war, der Himmel war klar und man hatte eine schöne Sicht.
Ps. Größter Dinopark ... Gemeint war einfach der
unrealistisch riesige T-Rex, der als „Größter Dinosaurier der Welt gilt“.
Am Aussichtspunkt haben wir einen Hobbyfahrradmechaniker
getroffen, der einen interessierten Blick auf unsere Räder warf. Eigentlich
wollten wir dort zu Mittagessen, aber dann haben wir uns so verquatscht, dass
es bei einem Apfel blieb. Es ist möglich, stundenlang über kleine Wege durch
den Canyon zu laufen und man hat überall zwischen den aufgeworfenen Gesteinsformationen
Leute umherwandern sehen. Wir hätten einen gesamten Tagesausflug hierher machen
und wandern können – das Tal war schon ein Blickfänger. Aber wir hatten andere
Pläne, da wir nun unser Mittagessen aufgeschoben hatten. Und bisher wussten wir
nur, dass wir auf dem Highway 56 unterwegs sein werden. Von Campingplätzen
hatten wir keine Ahnung, also erst mal drauflosfahren.
Das Fahren durch die Prärie Albertas hat uns eigentlich
ziemlich gut gefallen. Wir haben immer bis an den Horizont geblickt, wo die
Straße sich im Blau des Himmels verlor und haben dies als einen
Streckenabschnitt betrachtet. Von dort konnte man dann weitere Kilometer in die
Ferne blicken und hatte ein neues Ziel. Ansonsten gab es eigentlich nichts
Bemerkenswertes zu sehen. Prärie. Felder, soweit das Auge reicht. In jede
Himmelsrichtung. Hier und da waren Farmen zu sehen, oder auch mal eine
Kuhweide. Noch seltener tauchten Ölpumpen auf. Wir waren beide ziemlich fit und
hatten eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit, kamen also ganz gut voran.
Am frühen Abend wurden die Beine langsam schlapp. Also
versuchten wir unser Glück bei einem der Höfe, die alle paar Kilometer direkt
am Highway 56 lagen.
Der alte Farmer, der mit ziemlich starkem Akzent sprach,
grübelte nicht lange und sagte uns wir können uns irgendwo auf seinem
Grundstück niederlassen.
Auf dem Gelände standen ein paar alte Fahrzeuge, altes
Gartengerät, alte Hütten und Schuppen. Die besten Zeiten hatte die Farm wohl
bereits hinter sich. Doch wir beide waren froh, dass das Suchen unseres
Schlafplatzes so problemlos vonstattenging. Außerdem war es an diesem Abend zum
ersten mal warm genug, dass wir die Frisbee auspackten und „nur“ in Jacke und
Handschuhen spielten. Die Mützen konnten wir tatsächlich ablegen.
Am nächsten Morgen hatten wir wenig Stress, haben in aller
Ruhe gefrühstückt und sind dann gegen Mittag wieder auf den Highway 56
gekommen, um weiter zu fahren.
Wir waren einige Stunden unterwegs und hatten ziemlich
Hunger. Auf der Karte haben wir gesehen, dass eine Ortschaft namens „Big
Valley“ auf unserem Weg lag – dort wollten wir einkaufen und kochen.
Als wir in Big Valley ankamen, ziemlich erschöpft und
hungrig, mussten wir leider feststellen, dass Big Valley zu einer kleinen
mentalen Zerreißprobe für uns wurde.
Big Valley war gar nicht so Big. Einen Supermarkt haben wir
nicht direkt gesehen. Wie sich herausstellte lebten hier gerademal ungefähr 300
Leute.
Der Bahnhof, der einem direkt ins Auge fiel, hat uns direkt
an die Anfangsszene von „Spiel mir das Lied vom Tod“ erinnert. Direkt gegenüber
davon stand ein alter Inn. Da wir irgendwas essen wollten, haben wir uns erst
mal die Speisekarte der Herberge angeschaut – dann wird halt nicht gekocht. Die
Schankmaid war eine super reizende, höchst interessierte junge Dame in den
Dreißigern. Sie verwöhnte uns mit heimischen Bierspezialitäten und gab uns zu
jedem Bier, welches sie verkaufen, einen Kronkorken. Schließlich musste unsere
Sammlung wachsen.
In dem Lokal befand sich neben uns noch ein anderer Gast,
der sein Glück an Spielautomaten versuchte. Innerhalb der Stunde, die wir dort
waren, kamen immer wieder Leute rein und gingen wieder – alle schienen sich
hier bestens zu kennen. Wir wurden in ziemlich viele Gespräche verwickelt, mit
teilweise auch sehr fragwürdigen Personen.
Ohne jede Person einzeln beschreiben zu wollen kommen wir zu
unserer Aufbruchssituation.
Wir hatten gegessen, getrunken und wurden gut versorgt. Die
vielen Gespräche waren allerdings echt anstrengend und wir wollten uns so
langsam auf den Weg machen. Draußen haben wir also gerade unsere Räder
startklar gemacht, da kam einer der Lokalgäste auf uns zu. Er ist uns vorher
schon etwas unangenehm aufgefallen, da er wirres Zeug geredet hat, mit einem
total aufgesetzten Lächeln. Der Typ wirkte einfach komisch und irgendwie ...
unauthentisch.
„Hey Jungs, ich leite hier ein Museum. Wollt ihr euch das
noch eben angucken? Eintritt ist auch frei!“
Wir haben ihm gesagt, dass wir echt noch n langen Tag vor
uns haben und eigentlich nicht so Zeit haben. Aber hey, der Mann hat
wahrscheinlich nicht oft Besuch hier in dem Dorf und da er uns versprach, dass
es nicht länger als 5 Minuten dauern würde, willigten wir ein.
Wir gingen also 50 Meter die Straße runter und betraten sein
„Museum“ (wir setzen das ganz bewusst in Anführungszeichen).
Das Gebäude bestand nur aus einem Raum. Ist ja vorerst nicht
wild.
Er ging voran und sprudelte wie ein Wasserfall. Zu jedem
„Lehrtext“ oder Bild sagte er 3-4 Sätze und das so schnell, dass man kaum etwas
verstand. Dann stand man schon vor der nächsten Lehrtafel. Nach wenigen Minuten
sind wir einmal ringsherum gegangen. Viel ist nicht hängen geblieben. Naja, wir
glauben die wesentlichen Inhalte schon.
Sein „Museum“ soll beweisen, dass Dinosaurier und die
Menschen zusammen in einem Zeitalter existierten, mit Knochenfunden,
Textstellen aus verloren gegangener Literatur, Höhlenmalereien wo Menschen
Dinosaurier gezeichnet hatten.
Nun, wir beide stellten bereits fest, dass viele Menschen,
die in Alberta leben (über ganz Kanada können wir nun wirklich nichts sagen),
religiöse Menschen sind.
Der Mann war ein Kreationist, mit ganzem Herzen. Als wir aus
der Tür traten, bekamen wir noch ein paar Lernzettel und Andenken mit auf den
Weg. Spielgeld auf denen der „richtige“, sündenlose Lebensweg des Menschen
beschrieben wird und ein Glaubensquiz. Das Glaubensquiz wurde einem IQ Test
nachgestellt – alles wirkte unglaublich seriös.
Wir beide waren schon ziemlich platt, auch schon bevor wir
mit ihm gingen. Nach den kurzen Momenten mit ihm in seinem Laden, waren wir
gefühlsmäßig schon etwas hin und hergerissen.
Auf der einen Seite hatte man das Gefühl, uns wurde Zeit
gestohlen. Auf der anderen Seite waren noch viel negativere Gefühle.
„Die Leute vom Tyrell Museum hassen uns!“ stellte er selbst
fest – er wirkte dabei sehr glücklich. Er hätte es sich wahrscheinlich in
seinen Lebenslauf geschrieben.
Das Tyrell Museum ist ein sehr renomiertes Museum aus
Drumheller (also ein richtiges Museum, mit richtigen Wissenschaftlern).
Das war anstrengend und wir waren froh, dass wir kurze Zeit
später auf unseren Bikes saßen und die ganzen negativen Gedanken über solche
Leute einfach wegstrampeln konnten.

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